Klettern Sardinien

Jo spinnt die wöt

Ende September rauschten wir als 9-köpfige, motivierte Truppe nach Sardinien um den Legenden, die den Fels dieser Insel umranken, nachzugehen.

Unser Fazit nach 2 Wochen an der zentralen Ostküste: jo leck! So viel geiler Fels, von der Sintergrotte bis zur Megaplatte, alles geil. So nette Leute, es scheint dass sich die Sarden noch nicht alle an den Tourismus verkauft haben. Alles läuft so einfach und ruhig ab. Kein Stress. Kein TschingBumm. Ständig ein Panorama das seines Gleichen sucht…dieses Meer. Unglaublich. Und das beste: keinen intressierts. An den meisten Felsen waren wir so gut wie alleine.

Punta Giradilli

Wir kauften uns die beiden Führer von Maurizio Oviglia. Sind zwar sauteuer, die Berschreibungen sind oft schlecht oder falsch, aber es gibt nix anderes.

Ich weiß jetzt gar nicht, welche Klettergärten ich empfehlen soll. Irgendeinen nicht zu empfehlen wäre eine ungerechtfertigte Herabwürdigung zahlreicher Routen und Griffabfolgen, die ich nicht wagen würde. Nicht viel überlegen. Einfach hinfahren und genießen. Einzig um Cala Gonone muss man schon etwas aufpassen, hier kann man schon von einer Klettererdestination sprechen. Dementsprechend sollte man die Megastandardgeschichten vielleicht vermeiden.

Wir kletterten 2 Multipitches:

Marinaio di foresta – Pedra longa (7SL, 6a+): wunderbar fotogene Tour, direkt vom Meer weg. Kletterei vom feinsten auf brutal scharfen Felsen, der schneidet dir die Fingernägel und bohrt sich durch die Schuhe. Ein Muss für alle, die sich über fehlenden Grip aufregen.

Setti anni di solitudine – Punta Giradili (13SL, 6c+): ich bin selten eine so schöne, konstante Tour geklettert, noch dazu mit einem solchen Ausblick. Jede Seillänge für sich ist ein Zuckerl. Und keine ist wie die vorige. Nicht lange überlegen, einfach auch klettern!

Ein kleiner Tipp dazu: Oviglias Beschreibung für die Zufahrt war uns ein einziges Rätsel und kostete uns ca. 2h Umwege und bündelweise Nerven. Wir empfehlen folgende Beschreibung ab dem Hochplateau über Baunei: Sobald die Asphaltstraße in einer Linkskehre vom Hochplateau nach unten führt, die Schotterstraße geradeaus weiterfahren. Nach etwa 500m (schwer zu sagen im Dunkeln, vielleicht warens auch 1000m) in einer Kurve rechts hinunter abbiegen. Dieser nicht allzu guten Schotterstraße zuerst durch ein Tal abwärts, dann über eine Ebene und schließlich wieder bergauf folgen. Nach 2 Kehren bergauf (Straße ist da nicht gerade ferraritauglich) sieht man rechts unter der Straße einen Parkplatz vor einem Gittertor. Sie haben ihr Ziel erreicht. Nun geht man am besten durch den Schafpferch durch, die Hundskeifn war bei uns angeleint. Wer Angst vor Hunden hat, geht links vorbei. Wenn ihr auf dem Weg steht, der unter die Wand führt, dann habt ihr die Crux hinter euch.

Hausen durften wir im RieRues in Santa Maria Navarrese. Alleine wegen dem Haus kann man da schon hinfahren. Wunderschön, billig und wunderbar gelegen mit Hausklettergarten 15min zu Fuß entfernt. http://rierues.it/

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