CHX ’15

Gemeinsam mit Hias fuhr ich Mitte Juni nach Chamonix. Wir wollten uns ein wenig auf den bevorstehenden Abschlusskurs der Bergführerausbildung vorbereiten. Wir fanden super Verhältnisse vor, also starteten wir gleich voll motiviert los.

Chamonix 2015

Hinauf auf di Midi, um die Rebuffat zu klettern. Ein wirklich cooler Einstand zum Akklimatisieren. Am nächsten Morgen starteten wir ewig früh und machten den Kuffner-Grat auf den Mt. Maudit. Eine sehr schöne, ausgesetzte Gratlinie, die den Pointe de la Androsace mitnimmt. Wir mussten große Teile spuren und merkten die fehlende Akklimatisation schon ziemlich. Mittendrin wurden wir von einem Sologänger „gschnupft“, der ließ uns ziemlich sprachlos stehen.“Oida san mia schwoch banond. Awa geh, wenn mia akklimatisiert san renn ma do a so auffi“. Danach fanden wir danach heraus, dass das Kilian Jornet war. Oha. Wir sparten den Gipfel aus und folgten der Arsch-Rutschbahn, die Jornet in den Hang gezogen hatte zurück zum Tacul und weiter runter zur Midi.

Nun hatten wir vorerst genug von Schnee und Eis, wir wollten mehr von dem geilen Granit. Wir stiegen auf gut Glück in eine Tour am Pilier Rouge an der Aiguille de Blaitiere ein. Die Tour entpuppte sich als „Majorette Thatcher“, eine geniale Risstour. Aber recht hart für Riss-Nockapatzl wie uns. Aber wir lernten viel in dieser Tour.

Genial!

2 Tage drauf wollten wir mehr davon. Wir starteten in die Schweizerführe auf den Grd. Capucin. Weil wir den Einstiegsgully nicht stapfen wollten, stiegen wir irgendeine Variante am untersten Teil ein, die uns 3 super Seillängen brachte, eher wir in die Schweizerführe querten. Wir fanden super Kletterei in unglaublichem Fels. Das ganze Gerede um diesen Zapfen ist echt nicht übertrieben, es wirklich extrem geil.

Das Wetter und die Verhältnisse blieben gut, dafür waren Hias und ich schon etwas müde als der Kurs begann. Wir kamen sogar in die gleiche Gruppe. Eine richtig motivierte Gruppe, mit der wir 2 echt lässige Runden drehten:

Mit dem Auto durch den Tunnel, Seilbahn zum Pointe Helbronner, dann auf den Dent du Geant. Weiter gings über einen Teil des Rochefortgrat, bis wir vor dem Dome de Rochefort nach links hinunter abzweigten. Über den teilweise recht spektakulären Mallet Gletscher gingen wir mit super Einblick in die Jorasses-Nordwand bis zur Leschaux-Hütte. Am nächsten Tag machten wir die Courtes-Überschreitung bis zur Couvercle-Hütte. Als Abschluss am Tag drauf dann noch eine Tour auf die Aiguille du Moine, ein wunderbarer Aussichtsberg inmitten der imposantesten Gipfel von Chamonix.

Courtes-Überschreitung

Nach einem Rasttag fuhren wir auf die Midi und schliefen auf der Cosmiques-Hütte. Am nächsten Tag starteten wir in den Teufelsgrat. Leider waren wir nicht die erste Partie, aber schon am ersten Gratturm machten wir kurzen Prozess mit den beiden Seilschaften und waren auf und davon. Wir kamen extrem schnell voran, es wurde eine extrem lässige Tour. Sehr coole Kletterei auf diesen exponierten Zapfen, auch das Wetter war wieder perfekt. Schon am frühen Nachmittag waren wir wieder in der Hütte. Nach einer kurzen Mittagspause genossen wir noch die letzten Sonnenstrahlen beim Klettern an der Midi. Den nächsten Tag starteten wir mit dem Cosmiques-Grat, weiter mit dem Midi-Plan-Grat und Abstieg zur Requin-Hütte. Von dort wollten wir weiter zur Envers-Hütte. Da uns die Hüttenwirtin sagte, dass man nicht direkt hinüber queren könne, gingen wir den gesamten Weg hinunter auf den Gletscher, hinaus und dann auf dem Normalanstieg zur Envers-Hütte. Von dort sahen wir dann den direkten Verbindungsweg besser ein, man hätte dort unserer Meinung nach schon gehen können. Das würde ca. 3h Umweg ersparen. Als Kursabschluss kletterten wir noch tags darauf die „L’age d’homme“ auf den ersten Turm der Nantillons. Eine coole Klettertour, die leider ein wenig den Rissen ausweicht und die Schwierigekeiten eher in den Platten sucht. Trotzdem cool. Das Wetter war wieder ein Traum.

Der Kurs ging gut zu Ende für uns. Wir hatten extremes Glück mit dem Wetter und den Verhältnissen und konnten geniale Touren machen. Danke an Hias, Gerry, Michi und Alex für die super Zeit.

Foto Credits: Matthias Baudrexl, Michael Mautz, Gerhard Fiegl, Alexander Bräuer

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