Hohe Leist (2413m)

Viel Schnee – Olé! Gemütliche aber traumhafte Tour in den Sextener Dolomiten

Kurz hinter Sexten zweigt die gut beschilderte Straße ins Fischleintal ab. Auf dem riesigen Touristenparkplatz (Gebühr 3€ pro Tag) stellt man das Auto ab und geht auf der ausgefrästen Straße zur Talschlusshütte (ca. 30min). Bereits hier merkt man, wie viel Schnee hier heuer liegt. Die Gegend um Sexten gehört sicherlich zu den Schneereichsten in diesem Winter.

Die Hohe Leist

Von der Talschlusshütte kann man nun entweder nach rechts (Westen) in das Altensteinertal und z.B. auf den Sextener Stoan gehen, oder man geht so wie ich weiter nach Süden in das Bacherntal. Das Bacherntal ist recht eng und links und rechts ziehen ziemlich steile Flanken in diesen Graben. Bei angsepannten Lawinenverhältnissen und vor allem nach Neuschneefall sollte man sich also gut überlegen, ob man sich dieser Gefahr von oben aussetzen will.

Bereits seit dem Beginn der Tour sieht man links vor dem Zwölferkogel einen einsamen Turm stehen. Man glaubt es kaum, aber das ist die Hohe Leist. Ja, man kann da bis zum Gipfel mit den Schiern aufsteigen. Skeptisch? Geduld.

Man durchwandert also gemütlich, nie steil, das Bacherntal, bis es sich nach etwa 1h ab der Talschlusshütte erneut aufteilt. Direkt unter der Hohen Leist zweigt man in das rechte Tal ab. Nach einem kurzen steileren Aufschwung kann man nun entweder in einem Rechtsbogen zur Comici Hütte und weiter zur Obernbacherspitze aufsteigen, oder man wendet sich nach links, wo es über sanft geneigtes Gelände unter dem Zölfer vorbei geht. Noch durch eine kurze, etwas steilere Rinne (~30°) aufwärts, dann zieht nach links hinten unschwierig, aber sehr ausgesetzt, ein Kamm auf – ja genau – auf die Hohe Leist. (ca. 3h, 1000Hm ab Parkplatz)

Gipfelkamm

Wenn man, so wie ich, alleine unterwegs ist, spuren muss und gerne eine nordseitige Abfahrt hätte, ist die Hohe Leist eine ganz gute Alternative zu den vielbegangenen Modetouren rundherum. Das Panorama hier ist sowieso überall gewaltig. Man hat zwar keine überragende Abfahrt und auch der Zinnenblick fehlt, dafür kann man sich auf der gesamten immer wieder grinsend umdrehen, weil es von dieser Perspektive unmöglich erscheint, auf diesen Berg mit Schiern zu kommen. Dass das noch dazu ziemlich einfach geht, das muss ja keiner wissen.

Karte: Tabacco 010 Sextener Dolomiten

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