Hochwildstelle (2.747m) vom Sölktal aus

In der Hoffnung, das stabile Wetter mit einer ausgedehnten Wanderung doch irgendwie nutzen zu können, fuhren Lisi, Chri und ich in die Kleinsölk und gingen auf die Hochwildstelle.

Zuerst mit dem Auto in die Kleinsölk, vorbei an der Breitlahneralm, bis wir vor verschlossenen Gattern standen – Jagdsperre, betreten verboten! Wir berieten uns kurz, wurden uns einig, dass Jäger, die markierte Wege absperren, Vollidioten sind und gingen den letzten Kilometer der Forststraße eben zu Fuß weiter.

Dann immer dem Weg folgend zuerst durch dichten Forst, über wunderschöne Bergwiesen, vorbei an Bächen und Seen, über einige Scharten, bis man nach ca. 2,5h zum ersten Mal den mächtigen Gipfel sieht, der unser Ziel ist. Schon noch ein Stückchen…

Da es doch schon recht spät im Jahr war, wussten wir nicht recht, wie die Schneelage sein würde. Entgegen schlimmster Befürchtungen fanden wir nur einige Hartschneereste vor, die nicht weiter hinderlich, dafür aber beim Abstieg recht lustig waren.

Über Süden erreichten wir schließlich den Gipfelaufbau, wo wir über den Grat in richtig schöner, leichter Kletterei nach 4,5h den Gipfel erklommen. Am Vortag kam mir Internet irgendwo ein „Südgrat- Klettersteig“ unter. Gottseidank existiert dieser nicht, lediglich einige nicht wirklich nötige Stahlhaken fanden wir dort. Am Gipfel wars dann aufgrund der Jahreszeit nicht mehr so gemütlich, dafür war die Aussicht wirklich einmalig. Auch einige Eisrinnen auf umliegenden Bergen stachen uns ins Auge. Zu tun gäbs da ja noch genug…

Nach nicht allzu langer Rast gings schließlich an den unguten Part des Berggehens, der Weg ins Sölktal ist echt verdammt weit.

Die ganze Tour kann problemlos mit leichten Wanderschuhen gemacht werden, ist wesentlich angenehmer vor allem für die langen Strecken wo es eben dahingeht. Wahrscheinlich ist diese Tour auch im Winter mit Schiern machbar, gute Verhältnisse natürlich vorausgesetzt. Wenn man gerne weit hatscht und ein Auge für schöne Landschaften hat, ist die Tour sehr zu empfehlen. Außerdem ists der höchste Berg, der zur Gänze auf steirischem Boden steht. Sollte man auch einmal gesehen haben.

Schöner Berg – Tag genutzt, zufrieden!

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